Wenn die Hefe fehlt – Es geht auch ohne!

Eine der Folgen der Corona-Krise ist der Mangel an einigen selbstverständlichen Konsumgütern, eines davon ist die Hefe. Lesen Sie hier, wie Brot, Pizza und Co auch ohne die Backzutat bestens gelingen.

  • Hefe – ein einfaches Produkt wird Mangelware
  • Hefe selbstgemacht – Trockenfrüchte, Wasser, Zucker und Geduld

Hohe Nachfrage – begrenztes Angebot

Das Virus selbst hat natürlich keinen Einfluss auf die Hefeproduktion, diese läuft weiter wie bisher. Allerdings ist die Nachfrage extrem hoch, denn viele Menschen nutzen die Zeit Zuhause zum Selber backen oder decken sich vorsichtshalber durch die verpönten Hamsterkäufe mit einem großen Vorrat ein. An den Rohstoffen mangelt es übrigens nicht, ein entscheidender Flaschenhals ist das Verpackungsmaterial: Es ist in den Produktionsstätten einfach nicht genug vorrätig, gerade bei Frischhefe kommt es deshalb zur Verzögerung.

Backen ohne Hefe

Ersetzt werden kann die Hefe in Pizza- oder Brotteig ganz einfach durch ein Produkt, dass sicher jeder im Haus hat, nämlich Backpulver. Auch Natron funktioniert, muss allerdings mit einer Säure, zum Beispiel Zitronensaft oder Joghurt, aktiviert werden. Wer viel Zeit und Muße hat, kann für das eigene Brot auch für den Klassiker Sauerteig zurückgreifen. Ansätze gibt es in Pulverform oder beim Bäcker des Vertrauens.

Übrigens: Hefe können Sie auch selbst herstellen

Um einen eigenen Hefevorrat anzulegen, brauchen Sie nur wenige Zutaten, die jederzeit zu haben sind. Zum Beispiel für folgendes Rezept. Man nehme:

  • Ungeschwefelte Trockenfrüchte wie Rosinen oder Datteln
  • Zucker
  • Wasser
  • Einige Tage Geduld

Für die Herstellung der sogenannten „wilden Hefe“ werden zwei getrocknete Datteln (oder andere Trockenfrüchte) in einen halben Liter Zuckerwasser (1 Esslöffel Zucker reicht aus) in einem hohen engen Gefäß eingelegt. Das abgedeckte Gefäß wird für ca. eine Woche an einem warmen Ort gelagert, der Inhalt wird zweimal täglich vorsichtig umgerührt. Nach 8 Tagen hat sich der Inhalt in wilde Hefe verwandelt, die sich als heller Bodensatz am Grund des Gefäßes ablagert und zum Backen verwendet werden kann. Der Unterschied zur industriell hergestellten Hefe ist, dass der Teig länger, am besten über Nacht, Zeit zum Gehen hat.

Tipp: Bildet sich Schimmel oder riecht die Hefe unangenehm, ist der Ansatz misslungen und muss entsorgt werden. 


28.04.2020 14:34 Alter: 210 Tag(e)

 

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